Trapez von Marion Zimmer Bradley
Samstag, 02. Mai 2009. 11:01 von admin
USA 1944: Der gerade mal 14-Jährige Tommy Zane Jr., Sohn des Raubtierdompteurs Tom Zane, reist wie immer mit seinen Eltern im Zirkus Lambeth durch die Kleinstädte und Dörfer des Mittleren Westens der USA und ist dabei auch recht zufrieden mit seinem jetztigen Leben. Das gilt besonders als der Zirkus den Zuwachs in Form der „Flying Santellis“, einer Luftakrobatengruppe bekommen hat.

Tommy, der schon immer lieber am Trapez fliegen wollte weil Ihm das mehr Spass machte , als das was sein Vater , der wilde Tiere Kunststücke machen lies. Deswegen freundet sich Tommy recht schnell mit dem zweiten Flieger der Gruppe an, dem knapp zwanzigjährigen Mario Santelli . Mario hat dabei ein sehr hochgestecktes Ziel , welches auch extrem gefährlich ist, der „Salto mortale“ ein dreifacher Salto, für die damalige Zeit nahezu undurchführbar und als tödlich bekannt .
Nach einigen Auseinandersetzungen mit seinen eigenen Eltern darf Tommy die Arbeit am Trapez lernen. Er beginnt am Ende der Saison mit der Hilfe von dem altehrwürdigen Oberhaupt der Santelli-Familie, Papa Tony, die Ausbildung zum Flieger.
Dabei ist der Alltag von Tommy von Training und einer recht strengen Disziplin geprägt. Tommy ist diese Dinge vom Zirkusleben aber schon gewohnt, und findet schnell Zugang zu der restlichen Familie und Verwandschaft . Er lernt da Lucia, Marios Mutter und Tochter von Papa Tony, ihr Bruder Joe, seine Kinder Barbara und Clay kennen .
Tommy merkt durch den stetigen und engen Kontakt zu Mario eigentlich überhaupt nicht, dass er sich in ihn verliebt, bis dann in der nächsten Saison von Mario selbst angesprochen wird.
Trapez ist wahrscheinlich eine de´r spannendste Liebesgeschichte die zr Zeit erhältlich sind. Da die Helden schwul sind, gerät man als Frau beim Lesen auch nicht in Gefahr, irgendwelche Urteile über die männlich-weibliche Rollenverteilung zu fällen, und kann sich meiner Meinung nach viel unbefangener von der Geschichte fesseln lassen.
„Trapez“ ist gesellschaftskritisch, schön und traurig zugleich; Menschen, die von jeher einen regelrechten Hass auf Homosexuelle haben, werden das Buch wohl nicht einmal mit den Fingerspitzen anfassen.